Marktgeschehen

Frankreich-Wahl: Kurzfristige Gold-Schwäche bietet Nachkauf-Gelegenheit

Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl ist vorbei – und es gibt reichlich Grund zur Sorge: Fast jeder zweite Bürger hat in Frankreich radikale Kräfte gewählt. Doch die Börsen reagierten mit Erleichterung, Gold stand stattdessen massiv unter Druck. Und erneut sind die altbekannten Abgesänge auf Gold zu hören.

Diese Marktreaktion ist allerdings gefährlich und kurzsichtig, wie der Edelmetallhändler “MP Edelmetalle” in seinem Blog darstellt. Der Händler weist darauf hin, dass die Volatilität der Kurse auf einem hohen Niveau bleibt. Denn die geopolitischen Risiken wie der Nordkorea-Konflikt oder die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen bieten keinen Anlass zur Entspannung. Und Frankreich wird, egal ob mit Marine Le Pen oder Emmanuel Macron, schon lange nicht mehr als zuverlässiger Partner in der EU wahrgenommen.

MP Edelmetalle berichtet in seinem Blog-Beitrag davon, dass langfristig orientierte Anleger sich von dem Preisrückgang nicht beeindrucken ließen, sondern den Preisrückgang bei Gold dazu genutzt haben, ihre Edelmetallbestände auszubauen. Ein wichtiges charttechnisches Signal wurde mit dem Überwinden der 1250-Dollar-Marke gesetzt. Und die aktuelle Euro-Stärke dürfte schon bald vorbei sein, sodass Anleger in Euroland schon bald wieder überdurchschnittlich von steigenden Notierungen für Gold in Euro profitieren dürften. Weil die Leitzinsen in Europa auf absehbare Zeit nicht steigen und sich auch die US-Notenbank keine deutlich höheren Zinsen leisten kann, wird Gold auch weiterhin als Inflationsschutz relevant bleiben.

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Sebastian Wieschowski

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