Marktgeschehen

Britische Edelmetall-Produkte sind nun Scharia-konform

Geschrieben von Sebastian Wieschowski

Gold ist in der arabischen Welt äußerst beliebt – doch um überhaupt von den Menschen vor Ort akzeptiert zu werden, müssen Goldprodukte strengen Standards entsprechen, um den Regeln der Scharia (dem religiösen Gesetz des Islam) gerecht zu werden. Die Royal Mint aus dem Vereinigten Königreich hat heute angekündigt, dass sie die erste Münzprägestätte weltweit ist, welche die Einhaltung des Scharia-Standards für den Edelmetallhandel erreicht hat.

Dank dieser Zertifizierung ist die britische Münzprägestätte nun in der Lage, ihre Produkte an ein breiteres Investorenpublikum zu verkaufen. Die Goldbarren der Royal Mint Bullion wurden als Shari’ah-konform von Shari’ah Beratungsorganisation Amanie Advisors, in Übereinstimmung mit dem Shari’ah Standard auf Gold. Die Royal Mint musste unter anderem ihre Produktions- und Handelsabläufe untersuchen lassen. Die strengen Standards wurden von einer speziellen Prüfungsorganisation für islamische Finanzinstitute (AAOIFI) festgelegt, auch der Londoner World Gold Council (WGC) war an dem Prozess beteiligt.

Die Untersuchung ergab, dass die Goldbarren-Produktpalette der Royal Mint bereits vollständig mit den Scharia-Regeln übereinstimmen. “Das Wachstum der islamischen Investitionen weltweit und die Klärung, wie Gold und Silber dort besser vermarktet werden, könnte in den kommenden Jahren bis zu 20 Milliarden Dollar an Investitionen generieren”, sagte Chris Howard, Direktor der Bullion-Abteilung bei der Royal Mint.

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