Marktgeschehen

Aktien, Anleihen, Immobilien: Wo platzt nach der Frankreich-Wahl die nächste Blase?

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist vorbei und an den Finanzmärkten herrscht der altbekannte Zweckoptimismus. Mit einem neuen Rekordstand von 12.700 Punkten befindet sich der Deutsche Aktienindex „DAX“ längst im überkauften Terrain. Dafür stehenGold und Silber in den letzten Tagen deutlich unter Druck.

Der Edelmetallhändler „Emporium“ macht sich in seinem „Markt & Trends“-Newsletter auf die Suche nach den Gründen. Er weist darauf hin, dass die Nullzinsen in Deutschland auf lange Zeit an der Tagesordnung stehen werden, weil sich die EZB eine Zinserhöhung schlichtweg nicht erlauben kann. Die südlichen Eurostaaten müssten sonst auch höhere Zinsen für ihre Schulden zahlen und wären dann dauerhaft destabilisiert.

Im „Markt & Trends“-Newsletter werden einige bedenkenswerte Aspekte genannt, welche Anlass zur Skepsis gegenüber der derzeitgen Aktienhausse und Edelmetallschwäche bieten. So sei das altbekannte Argument, nach dem Gold keine Zinsen abwerfe, heutzutage wertlos. Denn auch das Sparbuch und andere konservative Anlageformen sind derzeit im Nullzinsbereich angesiedelt. Und es kommt noch schlimmer: Durch die steigende Inflation nimmt die Kaufkraft der Spareinlagen bei niedrigen Zinsen ab. Im Klartext: Wer spart, verliert auf Dauer sogar noch Geld.

Hier kann Gold, obwohl es keine festen Zinsen abwirft, mit ganz anderen Performance-Werten punkten: Allein im vergangenen Jahr brachte Gold satte neun Prozent Wertzuwachs  einstreichen. Auf diesen Gegenwert an Zinserträgen können Sparer lange warten. Der Edelmetallhändler „Emporium“ warnt in seinem Newsletter vor einem hemmungslosen Umschichten der eigenen Sachwerte in Aktien: Bereits bei 12.400 Punkten galt der DAX als heiß gelaufen, nun steht er ohne fundamentalen Grund bei 12.700 Punkten. Noch dramatischer sieht die Lage bei Anleihen aus, hier sprechen nach Beobachtung von „ Emporium“ zahlreiche Marktbeobachter von einer Blasenbildung.

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Sebastian Wieschowski