Hintergrund

Faktencheck: Ist Gold ein instabiles Investment?

Edelmetall-Investoren haben leidvolle Erfahrungen mit diesem Begriff gemacht: „Volatilität“. Er steht für die Schwankungsbreite eines Investmentprodukts. Und hier ist Gold in den vergangenen Jahren durch eine regelrechte Achterbahnfahrt aufgefallen.

In der Tat haben Gold-Freunde anstrengende Monate und Jahre hinter sich – von einem Allzeithoch bei etwa 1900 US-Dollar ist der Goldpreis zwischenzeitlich der 1000-Dollar-Marke bedrohlich nah gekommen. Doch nach jedem Absturz folgte auch eine Erholung. Diese Extremwerte sorgen bei Gold durchaus für eine bemerkenswerte Volatilität. Sie ist allerdings nicht überdurchschnittlich noch im Vergleich zu anderen Anlageklassen.

In einer Berechnung hat der „World Gold Council“ verschiedene Investment-Vehikel wie Aktien, Öl sowie die meisten anderen Edelmetalle und Rohstoffe unter die Lupe genommen – mit dem eindeutigen Urteil: Alle genannten Anlageklassen schwanken heftiger als Gold. So ist Gold zwischen 2001 und 2011 durchschnittlich um 16,0 Prozent geschwankt – der S&P Goldman Sachs Commodity Index legte im gleichen Zeitraum eine durchschnittliche Schwankungsbreite von 22,5 Prozent an den Tag.

Insbesondere Silber zeichnet sich durch eine deutlich höhere „Vola“ ab und sollte daher nur im überschaubaren Rahmen als reines Investment genutzt werden – üblicherweise wird ein Anteil von 80 Prozent für Gold und 20 Prozent für Silber am Gesamt-Investment empfohlen.

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Sebastian Wieschowski