Bullionmünzen

Differenzbesteuerung in Österreich: So sparen Sie künftig völlig legal Steuern beim Silberkauf

Geschrieben von Sebastian Wieschowski

Das Jahr 2016 begann für viele Österreicher mit einer schlechten Nachricht: Die Mehrwertsteuer auf Silberanlagemünzen wurde von 10 auf 20 Prozent angehoben. Damit folgte Österreich der Umsetzung einer EU-Richtlinie, so wie es Deutschland bereits im Jahr 2014 getan hat. Die Folge: Viele Österreicher kamen zum Silberkauf nach Deutschland. Doch der Weg ist künftig nicht mehr nötig, denn auch in Österreich ist die beliebte „Differenzbesteuerung“ möglich.

Der Edelmetallhändler „pro aurum“ berichtet in seinem „Newsroom“ von einer Änderung, mit der Kunden aus Österreich bares Geld sparen können: Bei der „Differenzbesteuerung“ sinkt der Preis für Silbermünzen für Endkunden deutlich, sie sparen beim aktuellen Silberpreis gegenüber der Regelbesteuerung etwa zehn Prozent.

Beim Handel mit Silber, Platin und Palladium in Österreich wendet pro aurum künftig die Differenzbesteuerung an. Dabei wird die Umsatzsteuer von 20 Prozent nicht auf den vollen Nettoverkaufspreis draufgerechnet, sondern lediglich aus der Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Bruttoverkaufspreis an das Finanzamt abgeführt. Die neue Besteuerungsform ist bei Münzen möglich, die nicht teurer als 220,00 Euro sind.

Der Unterschied zwischen Münzen mit Regelbesteuerung und Differenzbesteuerung liegt derzeit bei fast zwei Euro: Die eine Unze kostet aktuell etwa 18,50 Euro, die andere 20,50 Euro. Die meisten Bullion-Silbermünzen können differenzbesteuert angeboten werden, denn sie werden außerhalb der EU hergestellt. Somit sind beispielsweise die Koalas, Kookaburras und Lunare aus Australien künftig deutlich günstiger in Österreich zu bekommen.Einziger Wehrmutstropfen für Edelmetall-Fans in Österreich: Ihre heimische Bullionmünze, der Wiener Philharmoniker, ist von der Differenzbesteuerung ausgenommen.

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