Nord- und Südamerika Numismatik

Rekord´: Silberdollar für 3,3 Millionen Dollar versteigert

Die teuerste Münze, die größte private Münzensammlung, die längste Auktion – so viele Superlative gibt es aus der Numismatik selten zu vermelden. Beim Auktionshaus Stack’s Bowers Galleries in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) wurde ein Silberdollar aus dem Jahr 1804 für eine Rekordsumme versteigert.

3,3 Millionen Dollar zahlten die Münzhändler Kevin Lipton und John Albanese gemeinsam für das seltene Stück – und hat damit ein einmaliges zeitgeschichtliches Dokument erworben: Von dieser Münze existieren nur noch acht Stück, der Silberdollar wird als “König der amerikanischen Münzen” bezeichnet und war ursprünglich als Geschenk für Staatsgäste gedacht. Lipton teilte nach dem erfolgreichen Gebot mit, dass er die historische Münze bereits zu einem früheren Zeitpunkt besessen hatte: 1989 war er erstmals mit einem Höchstgebot erfolgreich, damals hatte die Münze noch einen Wert von „nur“ 990.000 US-Dollar.

Neben der Rekord-Münze bietet auch der Rest der Auktion reichlich Anlass zum Saunen: Versteigert wurde eine Sammlung des Immobilienmagnaten Mack Pogue und seines Sohnes Brent aus Dallas im US-Bundesstaat Texas. Seit 2015 läuft die Auktion, insgesamt wurden 200 Münzen im Gesamtwert von 100 Millionen US-Dollar versteigert – der Durchschnittspreis von einer halben Million US-Dollar pro Münze macht deutlich, dass die Pogue-Sammlung nur absolute Raritäten umfasst. Sie gilt als die größte private Münzsammlung der Welt.

In einer vorherigen Auktion der Pogue-Sammlung wurde ein weiterer Silberdollar aus dem Jahre 1804 zur Versteigerung angeboten, jedoch nicht verkauft. Diese Münze befand sich zuerst im Besitz des Sultans von Muskat, welcher die Münze als Teil eines diplomatischen Geschenksets im Jahre 1834 erhielt. Die nun erfolgreich versteigerte Münze, genannt “Dexter specimen” wurde von Gradingdienst “PCGS” mit “Proof 65” bewertet.

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Sebastian Wieschowski