Bullionmünzen

Privy Mark: Spannende Silber-Bullions mit Sammlerwert

Geschrieben von Sebastian Wieschowski

Was hat eine Schlange mit einem Kookaburra zu tun? Der Vogel dürfte auf das Reptil eigentlich nicht gut zu sprechen sein – doch die Perth Mint hat beide Tiere auf eine Münze gebannt und dafür gute Gründe: „Privy Marks“ erfreuen sich auf modernen Silber-Anlagemünzen großer Beliebtheit. Ein “Privy Mark” ist ein Gegenstempel, der auf den bestehenden Entwurf einer Münze aufgebracht wird. So kann ein bereits veröffentlichter und limitierter Jahrgang in einer separaten Auflage erscheinen.

Die „Privy Marks“ sind jedoch weitaus mehr als eine legale Möglichkeit, das Prägelimit für eine bestimmte Münze zu umgehen, wie der Edelmetallhändler „MP Edelmetalle“ in seinem Blog berichtet: Viele der Privy-Prägungen sind zu gesuchten Sammlerstücken geworden. Australien setzt die Privy-Technik seit 1996 ein und verschiedene Ländern sowie inernationale Währungen auf ihre silbernen Kookaburra-Münzen gebracht. Besonders beliebt ist auch die Sternzeichen-Reihe. Inzwischen gibt es dutzende Kookaburra-Motive mit Privy Marks, welche das Sammelfieber bei Silbermünzenfreunden noch weiter steigern.

Aus Sammlersicht ist insbesondere die Auflage der Privy-Münzen spannend. Meist sind die Privys streng limitiert. Und auch künstlerisch sind die Bullion-Münzen hochwertig gestaltet: Es wird ein kleines Symbol in das bestehende Münzbild integriert, sodass Präzisionstechnik für die Prägung nötig ist. Australien hat seine – eigentlich als Bullionmünzen konzipierten – Silber-Unzen mit dem Koala, Kookaburra und Lunar bereits mehrfach als Privy-Varianten herausgegeben. Und auch andere Bullion-Produzenten wie Kanada greifen auf diese Möglichkeit zurück, ihren Fans eine zusätzliche Sammel-Freude zu bereiten.

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