Bullionmünzen

Verhaltene Nachfrage nach Bullion-Münzen im Miniatur-Format?

Geschrieben von Sebastian Wieschowski

Als die Perth Mint im Jahr 2014 mit dem US-amerikanischen Edelmetallhändler “APMEX” eine neue Bullion-Münzen-Serie auf den Markt brachte, waren die Erwartungen groß: Mit dem Gewicht von einer halben Unze wollten die Perth Mint und APMEX den Markt für Bullionmünzen unterhalb der Unze für sich erschließen.

Doch offenbar bleibt die volle Unze das Maß aller Dinge, wie die Prägezahlen der “Shark”-Series deutlich machen. Zur Erklärung: Alle drei Jahrgänge wurden nach dem “mint to order”-Prinzip der Perth Mint hergestellt. Es wird also eine maximale Prägezahl festgelegt, die jedoch nicht voll ausgeschöpft werden muss. Und nachdem die Perth Mint im Jahr 2014 ihre maximale Prägezahl von 300.000 Münzen mit genau 298.852 fast komplett ausgeschöpft hatte, nahm die Nachfrage in den Folgejahren ab. Während der Jahrgang 2015 mit 155.005 Stück deutlich unterhalb des Prägelimits blieb, wurden 2016 nur noch 105.016 Stück geprägt, also lediglich ein Drittel des Limits ausgereizt.

Offenbar sind kleine Münzen, zumindest zu Anlagezwecken, nicht allzu beliebt bei Investoren. Sammler dürfte diese Entwicklung allerdings freuen: Von der australischen Haifisch-Serie wird es nicht mehr als knapp 100.000 komplette Sätze geben. Und frühere Exoten-Gewichte wie die halbe Unze oder zwei Unzen haben sich bei anderen Serien der Perth Mint, beispielsweise der Lunar-Serie, wegen der niedrigen Prägezahlen zu gesuchten Sammlerstücken entwickelt. So könnte auch die Haifisch-Serie – wenn auch mit etwas Verzögerung – durchaus noch zu einem Erfolg werden.

About the author

Sebastian Wieschowski